Eine Woche ist vergangen seit ich Moé gezwungen habe mein Bad aufzuräumen, man würde es ihm kaum zutrauen wie sauber er putzen kann, dennoch endete es damit das mit hohen Fieber in meinen Bett lag und Moé schließlich nach Hause musste.
Heute kam er zurück, gesund und wie immer.
Inzwischen verfolgte mich THE ROOM nur noch zwei-dreimal in der Woche.
Ich würde so gerne wissen was THE ROOM mit Moé zutun hat…
Es war Mittagspause als ich gerade von einen Imbissladen in der Nähe der Uni mein Essen geholt hatte, als ich sah wie beliebt Moé bei den Mädchen ist.
“Hier du kannst mein Lunchpaket haben Tono-san ♥”, sprach das kurzhaarige große Mädchen, und reichte ihm ihre Lunchbox.
Moé sah das Lunch dann sie an, schließlich sprach eine Rothaarige dann während sie sich zu ihn beugte: “Und als Nachtisch darfst du ruhig haben ♥”
Unglaublich das dieser Zwerg ein Frauenmagnet war, ich lauschte noch etwas dem Gespräch während ich meine Teigtaschen genüsslich aß. Nicht das es mich interessieren würde was er tut, oder ob ich mich sonst irgendwie für ihn interessiere jenseits von seinen Wissen zu THE ROOM und seinen Talent…
Ich doch nicht…
Oder?
“Ich finde du solltest das Lunchpaket schon essen.”, meinte Moé und reichte ihr das Lunchpaket wieder, die vier Mädchen sahen ihn verwundert an: “Aber sie ist gerade auf Diät.”, sprach die dritte mit den Haarband.
Moé selbst drückte auf den Unterarm der Kurzhaarigen und sprach dann schließlich: “Ich hab es lieber wenn Mädchen ‘quetschbar’ sind. Deswegen würde ich sagen du sollst eher mehr essen.”, er sah sie ganz normal an. Nicht schleimerisch oder als würde er es auf flirten abzielen.
Ehrlicher Mensch, diese Krankheit war ein wirklich ehrlicher Mensch.
Die Mädchen fingen an zu kichern und wedelten mit den Händen: “Dann wäre es also besser wenn wir mehr Fleisch und Süßes essen?”, Moé überlegte sichtbar und nickte dann: “Ja, das würde ich sagen. Bei euch hab ich das Gefühl wenn ich euch umarme breche ich euren gesamten Körper.”, die Mädchen sahen kurz verletzt aus, dann fingen sie an über Moé herzufallen, ihn zu knuddeln umarmen, Bussis geben bis schließlich die Mittagspause vorbei war.
Und ich war immernoch in der Nähe und hatte alles beobachtet.
Kümmerte es mich wirklich was diese Krankheit da gerade veranstaltete?
Den Satz kaum zuende gedacht, warf ich den Rest der letzten Teigtasche in Moé’s Gesicht, bevor ich in mein Büro ging.
“ALTER MANN!”, rief er wütend hinterher: “DAS GIBT KRIEG!”, mit diesen Worten rannte er auf mich zu, sprang mich an und wir rollten über den Boden: “WAS HEISST HIER ALTER MANN?”, ich rollte mich auf ihn und wollte zum schlag ausholen instinktiv als ich Moé’s Gesicht sah.
Seinen Ausdruck.
“Leg dich nicht mit mir an.”, aufgestanden, Staub abgeklopft und einen ekligen noch frisch gekauten Kaugummi von der Jeans runtergezogen bevor ich ihn aufhalf.
Nur zögernd nahm er meine Hand und stand wieder auf: “Was wird das?”
“Ich will dich unterstützen Moé-chan, auch wenn du mich zur Weißglut bringst.”, ausgesprochene Worte die ich sofort bereute bevor ich an ihn vorbei ging, und nicht bemerkte wie die Gesichtszüge von ihm für kurze Zeit ganz weich waren.
In meinen Büro schlief ich erschöpft ein, irgendwie war ich seelisch wieder überfällig zum schlafen. Die Türe des Büros noch offen.
Und als ich in THE ROOM war, war es auch so, erneut von meinen Instinkten geleitet rannte ich erst im Büro umher, bis ich bemerkte das die Türe nur angelehnt war.
Die Schule, die Schule in monochromen Tönen.
Es war so seltsam in den leeren Gang zu gehen…
Wenn ich zurückblicke, hab ich wirklich keine Ahnung mehr, warum ich in den Kunstclubraum ging den ich mit Moé gegründet hatte.
Aber ich ging herein, und sah es.
Ich sah Silhuetten. Silhuetten von Moé und Keisuke, und ich hörte jedes Wort. Alles was sie sprachen.
Und ich sah wie Keisuke ihn zum Sex zwang, ich rannte, versuchte diese Schatten irgendwie zu fassen zu bekommen, aber es ging nicht. Griff durch, stand in den Schatten sogar, die Stimmen waren dennoch zu vernehmen, ich hörte wie er und Moé stöhnten, das Ächzen und Keuchen.
Mein eigener Schrei riss mich aus den Schlaf heraus, ich rannte so schnell mich meine Beine tragen konnten in den Kunstclub auf dem gerade Keisuke dabei sich dran war auf Moé sich zu—
Erst noch meine Faust geballt zu einen Schlag der ihm das Genick brechen würde konnte packte ich ihn am Kragen und zog ihn zu mir: “Hat dir die Warnung nicht gerreicht in der Ubahn?”, hauchte ich in sein Ohr.
Es kümmert mich nicht was Moé macht, es kümmert mich nicht was Moé macht, es kümmert mich nicht was Moé macht, es kümmert mich nicht was Moé macht, es kümmert mich nicht was Moé macht, es kümmert mich nicht was Moé macht…
Es kümmert mich was Moé macht.
Wirklich.
Mich ärgert es sehr.
Halt dich zurück Raoul, halt dich zurück, halt dich zurück! Gewalt ist keine Lösung…
Aber es tat wirklich tut.
Suspendiert… für 3 Wochen… noch einmal und ich würde in Japan keinen Job mehr finden.
Unnütz Zuhause rumsitzen. Nichts tun, wirklich nichts tun.
Der dritte Tag schon.
Saß in meinen Sessel im Wohnzimmer, starrte ins nichts.
Ich verfiel in mein altes Muster, das Muster als ich selbst noch ein Student war…
Drei Wochen, vielleicht sollte ich in dieser Zeit mal meine Familie besuchen.
Kaum nachgedacht fing ich an zu packen, grob, nicht viel, Sturmgepäck.
“Wohin gehst du?”, ertönte Moés Stimme hinter mir.
“Schon einmal was von anklopfen gehört?”
“Überbewertet.”
“Verstehe.”
“Wohin gehst du?”
“Verschwinde.”
“Wohin gehst du?”
“Weg.”
“Wohin?”
“Nicht hier.”
“Wohin?”
“Nach Hause.”
“Du bist zu Hause.”
“Bin ich nicht.”
“Ich geh mit.”
“Gehst du nicht!”
“Doch.”
Haare raufend und die Brille wieder richtig drücken drehte ich mich kein einziges mal um, keinen Augenkontakt.
War das Beste.
Hab einen Schüler einen Zahn rausgeschlagen, wegen ihn.
Bin suspendiert, wegen ihn.
Meine Maske bröckelt ab, wegen ihn.
“Hast du Geld?”, rethorische Frage und ich strich mir meine Haare zurück.
Nein.”, antwortete er wieder, in denselben Ton wie das ganze Gespräch schon ging.
“Ich gehe nach Griechenland.”
“Absolut kein Problem.”
“Wie darf ich das verstehen?”
“Verwandte.”
“Warum willst du mit?”
“Wieso nicht?”
“Du hast Schule.”
“Hab ich nicht.”
“Deine Eltern fragen?”
“Hab keine Eltern mehr.”
Erschrocken drehte ich mich um nach diesen Satz, da stand Moé, dreckige, frierend, nackt.
Nackt.
Ich riss die Decke gekonnt unter meinen Koffer weg der auf den Bett lag und legte sie schnell um Moé: “Was ist passiert?”, etwas atemlos, da ich die Luft anhielt bei seinen Blick: “Er hat mich aus den Haus geschmissen.”
“WIESO?!”, schrie ich, selbst erschrocken über meinen Ton drückte ich die Decke etwas fester um ihn.
Nackt, dreckig, aus den Haus geschmissen? Sein Vater als Dekan hat ihn demenstsprechend auch aus der Universität..?
“Wieso?”, fragte ich noch einmal, etwas leiser, Moé selbst zuckte nur die Schultern: “Als du Keisuke verprügelt hast, hat dieser den Alten gespickt das ich Bi bin. Das hat diesen Homo-Hasser natürlich garnicht gepasst und mich vor die Wahl gestellt.”
Vorsichtig strich ich seine pechschwarzen und glänzenden Haare aus den Gesicht, war auf den Knien um ins Gesicht sehen zu können und lauschte aufmerksam weiter: “Heiraten oder alles – wirklich alles – zurückzulassen wenn ich das Haus verlasse.”
Alles. Sogar seine Kleidung…
“Und die Polizei? Die Menschen? Hat dich niemand–”, er holte tief luft, als würde er einen kleinen Kind etwas erzählen was total offensichtlich war: “Ich wurde vier mal nach Hause gebracht, und viermal wieder aus den Haus geworfen. Hab mich so Gasse für Gasse durchgekämpft, dauerte seinen Tag zwar, aber ich bin ja hier.”
Er ist zu mir…
Moé Tono, der Mensch der mich an meisten zu hassen schien, kam zu so einen Moment zu mir: “Und… weshalb?”
Nun zog er sich selber die Decke enger um sich: “Du bist wie ich, du bist ehrlich, und man kann dir Sachen anvertrauen ohne das du eine Meinung dazu gibst. Das mögen die Menschen. Und ich auch.”
Was macht man in so einer Situation? Er war 19, alt genug also um nicht mehr Zuhause zu sein.
Miete, anmelden im Amt, Adresse ändern, Kleidung kaufen…
Ich ließ mich auf das Bett fallen neben meinen Koffer, holte tief Luft und sah durch seine armseelige Erscheinung hindurch und versuchte das Brainstorming zu entwirren dass in meinen Kopf die Oberhand nahm.
Und dieses beissende Gefühl im Hinterkopf, dass ich daran schuld bin.
Raoul…gaaaanz ruhig, durchtatmen xDDD
Es ist gescheeehen, er wurde rausgeworfen ;_; Eigentlich ist das ja nur Keisukes Schuld ;A; Töteeen Dx
Kommentar von Cielo — 2. April 2010 @ 15:15
Ich konnte Keisuke noch nie leiden… Nun hasse ich ihn ò_ó
Armer Moé! Naja ist vllt besser so…
Kommentar von Miyuki Himosomo — 5. April 2010 @ 00:14