Chapter 06: Das echte Lachen

Neben mir im Bett lag Moé, im Gegensatz zu ihn konnte ich nicht schlafen, kein bisschen, und während ich sein schlafendes Gesicht so betrachtete und in meinen Kopf mir alles durchging was ich machen musste.
Er ist aus der Universität geflogen, und ich bin Schuld.
Die Familie hat ihn verstoßen, und ich bin Schuld.
Moé besitzt nichtmal eigene Kleidung mehr, und ich bin Schuld.
Weil ich Keisuke…
Warum hab ich das eigentlich getan?

Als ich meinte das die Antwort langsam in mir hochsteigt drehte ich mich um und betrachtete meinen Wecker.
Es war ein richtig neumodisches Teil, wenn er abgeht beginnt der Radio und tolle Musik spielt und ich…
Den Gedanken wie Moé darüber reagieren könnte wenn er hören würde wie der Wecker klingelte riss ich das Kabel raus so das ich einen Moment Angst hatten musste das die Wand darunter leiden konnte.
Ich weiss nicht wie spät es nun war, und es war ja auch nicht mehr von belangen, ich war suspendiert und er hatte keine Schule.
Wir hatten nur noch uns.
Und der Gedanke fand ich nicht einmal so erschreckend wie alles andere was mit Moé zutun hatte.

Es war bereits Mittag als er aufwachte und sich genüsslich über mein Mittagessen hermachte, ich war kein Weltklassekoch, aber in der heutigen modernen Welt musste man tiefgefrorenes kaufen können und wissen wann eine Pfanne anfängt den Inhalt zu braten und nicht zu flambieren.
Dann war man schon ‘aus den Schneider’.
Kein einziges Wort über das von Gestern verlor er, nachdem er sich ohne zu fragen einen Pudding aus den Kühlschrank holte sprach ich das erste Wort: “Was hast du nun vor?”
Schmarotzer elender…

“Ich weiss wo ich arbeiten kann, hab einen Freund, nur ein gutes Wort und ich bin eingestellt.”
“Ein gutes Wort? Über dich?”
“Hey man kann über mich auch gutes sagen.”
“Sag drei Dinge.”
“Ich bin ehrlich, sehe gut aus und bin sportlich. Ich bin der Inbegriff eines Mädchentraums. Besser als mich geht es nicht mehr.”
“Vergiss bitte nicht deine angeborene Bescheidenheit.”

Moé lachte, richtig ehrlich, am lachen, es war seltsam das zu hören, aber er sah sogar niedlich aus, so wie er lachend dastand, mit seinen Puddingbecher in der Hand und den Löffel vor den Lippen.
“Also gut, du darfst die Woche noch Schmarotzer sein, nächste Woche aber kick ich dich raus wenn es sein muss.”, mit einen Grinsen fuhr ich durch seine Haare, seine reinschwarzen Haaren die so schön glänzten.
Dann ging ich an ihn vorbei zu der Kaffee Maschine als ich hörte: “Aye-aye Sir!”
Er hatte doch tatsächlich einen Befehl… neiiin… doch nicht Moé… oder etwa doch?
Ich drehte mich langsam zurück, doch Moé war wieder an seinen Schokopudding am essen.

Vielleicht würde ich noch mehr solche Mimiken finden in dieser Woche?
Die Tasse gefüllt mit schwarzen Kaffee, nahm sie mir Moé einfach aus der Hand und reichte mir eine leere: “Danke.”, meinte er nur und saß sich wieder zum Tisch wo er die Morgenzeitung genüsslich in einzelteile zerreisste und wegwarf.
“HEY! Die wollte ich noch lesen!”, ich zeigte auf den Müllkorb wo er es reingeworfen hat, Moé selbst trank einen Schluck, nur Gott weiss wie er diesen heissen Kaffee gerade trinken konnte, ich hatte eben noch probleme die Tasse zu halten und der trinkt daraus, und meinte gelassen: “Die Medien manipulieren einen doch nur. Das hat mir mal wer beigebracht.”
Ein Klirren ertönte, die leere Tasse landete gekonnt zu Boden, knapp an meinen Hausschuhen vorbei: “Das hab ich… das Zitat stammt von mir.”, sagte ich eher zu mir selbst.
Moé schüttelte den Kopf und trank erneut einen großen Schluck: “Blitzmerker.”
Seltsames Gefühl, wenn du weisst das ausgerechnet der Student das Ernst nimmst was du sagst, von dem du meintest das er nur als Platzfüller in dem Seminar gilt.

Nach dem Mittagessen ließ ich Moé alleine bei mir. Er hatte keine Kleidung und ich musste welche kaufen gehen. Größe hatte er mir gesagt, auch den Kleiderladen wo ich die Sachen finde die er mag.
Die Blicke der Jugendlichen in den Hippen Laden in dem ich mich am Ende befand sagten mehr als alle Worte dieser Welt.
Als ich schließlich Shirts nahm von dem ich wusste das er die selber auch mal anhatte und zur Kasse ging wurde ich mit einen: “Ist das für ihren Sohn?”, empfangen.
Sohn… Sohn… Sohn…

Und obwohl ich mich eigentlich beleidigt fühlen sollte, tat ich das nicht.
Nein, im Gegenteil, es brachte mich zum grübeln.
Zwischen Moé und mir lagen 10 Jahre alters Unterschied.
10 Jahre…
Der 29 jährige Professor und sein 19 jähriger Student.
Das konnte nicht gut gehen, niemals, und ausserdem wollte Moé sowas nicht von mir.
Nur Sex…

Und obwohl mich der Gedanke beruhigen sollte, das Moé nichts von mir will das weiter hinausgeht als Sex, und das so eine Beziehung sowieso keine Zukunft hatte.
Wurde ich ein wenig Traurig… warum wohl?

Zuhause stürtzte sich Moé gleich auf die Sachen die ich ihm gekauft hatte, zog sie begeistert an und gab ein: “Wow hätte nie gedacht das du mir echte Markenware kaufst.”
“Wieso du hattest welche davor auch schon an…”
Nachdem er seine Jeans angezogen hatte, gab er ein: “Das waren Imitate meistens.”, von sich und lies mich mit meinen passenden Gesichtsausdruck zu dieser Beichte stehen.
Das war erst der erste Tag…
Der erste Tag eines langen langen Urlaubs, den ich mit Moé verbrachte.
Für heute aber genug getan.

Morgen sollte ich dann wohl die rechtlichen Dinge klären gehen…


Kommentare (1) || Gepostet in Generell      





Ein Kommentar

  1. Raoul-kuuuuuun hat sich in Moé-chi verlieeeebt T3T
    Moé kann lachen! xD Die Katze ist aus dem Sack >_> x,DDD
    Raoul-kun sieht aber doch gar nicht so alt aus, finde ich aber xDD Also nicht alt genug, dass er nen Sohn im Teenager-Alter haben könnte >=< Naja, ich freu mich schon auf die Fortsetzung °//__//°

    Kommentar von Cielo — 12. April 2010 @ 16:38

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