“Bist du immernoch…”, eröffnete ich unser Frühstücksgespräch das aus einer bestellten Pizza Tonno bestand: “in THE ROOM wenn du schläfst?”, der Käse war heiss genug um mir Brandblasen zu beschehren, und da beobachtete ich schon wie eine entstand.
Moé selbst hatte eine seltsame Art die Pizza zu essen, er wickelte sein Stück von der Spitze aus zusammen zu einer Rolle und schluckte sie dann in nur zwei Bissen runter: “Natürlich.”, gab er von sich während er das nächste Stück zusammen rollte und den Käse der am Rand hinablief schnell aß.
“Seit dem letzten mal, in dem ich gefallen bin, kam er nicht mehr zu mir.”, wieso hatte ich das Gefühl das ich Lüge?
Es war die Wahrheit.
Hatte ich etwas übersehen?
Das Pizzastück, um den Moé den auslaufenden Käse abgebissen hatte, reichte er mir und sah mich teilnahmelos an: “Probier es mal.”, erst wollte ich ihm eine Rede davon halten dass ich nichts davon halte Fastfood ‘faster’ in meinen Magen zu stopfen als sie warm gemacht worden sind, entschied mich aber doch es zu versuchen.
Bin fast erstickt.
Moé hatte sich nicht mehr beruhigt vor lachen.
Gerade als ich eingeschnappt werden wollte sprach er in einen seltsamen Unterton:
“Du hast mal etwas neues probiert…”
Es klang als wolle er sagen: Raoul! Du elender Schwarzweiss Denker hast dich mal in eine Grauzone bewegt. Bravo!
Ich entschied nichts weiter zutun während Moés Blick auf einmal finster wurde: “Nächstesmal spuck nicht auf den Rest der Pizza was du im Mund hattest…”, und so betrachteten wir mit hungrigen Magen den Rest der Pizza auf der ich mich fast übergeben habe.
Möbelpacker, schlechtbezahltester Job auf ewig. Dennoch wurde man sofort eingestellt sollte man stark sein.
Als vorrübergehende Lösung durchaus brauchbar.
Wie in den alten Zeiten… als ich selbst noch Student war…
Es ist harte und undankbare Arbeit, und die Personen sehen einen mit vorwerfenden Blicken an.
Dennoch, man brauchte keine große geistige Anforderungen, so das meine Gedanken weiterhin um die verschiedensten Dinge kreisten.
“Hey Dupont, glaubst du an das Übernatürliche?”, gab ein Arbeiter von sich, er war eindeutig Student der sich so über Wasser hielt, dennoch schien er mich nicht als ‘Raoul der Teufel’ zu erkennen oder er war nicht in der Tôdai Universität.
“Prinzipiell glaub ich an alles.”, mit Moé und THE ROOM war das doch klar, nicht?
Sein Lachen erschallte im leeren Lieferwagen, in dem wir beide saßen, während wir zur nächsten Stelle gefahren wurden: “Kennst du das Buch ‘The Soundless Room’?”, ein zusammenzucken verriet mich.
Sein Grinsen wurde schelmisch, anscheinend interpretierte er meine Reaktion als solche, dass ich mich schäme es zu kennen, oder so etwas in der Art zumindest.
“Es ist mein absolutes Lieblingswerk, ich hab es schon fünfmal gelesen! Die Rolle des verhätschelten Jungen und sein Vorbild sein Lehrer sind inspirierend.”, begann er zu schwärmen.
Mein Blick wurde von desinteressiert zum neugierenden Ausdruck: “Du interpretierst, dass er sich seinen Lehrer zum Vorbild nimmt?!”, hier war wohl der Vorteil das mein Gegenüber nicht wusste vom die Rede war in den Büchern.
“Natürlich! Es ist vollkommen klar, das dieser in seinen Lehrer verliebt ist, desweiteren ist er mit seinen Leben unzufrieden, immerhin bekommt er als einziger Sohn jeden seiner Wünsche abgelesen. Er ist auch gut in Sport was ihn natürlich interessiert und in Kunst, alles was er will kann er. Dann will er diese Person, die ihn tagtäglich nicht bemerkt. Sein Lehrer ist unerreichbar für den namenlosen Jungen. Umso mehr weckt es sein interesse.
Aber er wird verzweifelter je eher er merkt das er von dieser Person gehasst wird, immerhin hasst sein Lehrer ja seine dummen Schüler und er ist nicht dafür bekannt gute Noten zu haben, das ist wieder daraufhin zurückzuführen das ihm die Fächer die er macht nicht interessieren und so ist jegliche Mühe umsonst seinen Lehrer näher zu kommen.
Das geht soweit das unser Held, Abstand vom Leben sucht und diese in seinen Träumen findet.”
Seine Augen hatten ein funkeln, er gestikulierte auch wild mit seinen Händen herum während er erzählte.
Starrte ihn nur lange an.
Zuflucht in Träumen suchen. Genug vom Leben haben.
Ich kam mir vor als hätte ich ein Brett vor dem Kopf gehabt, ich verstehe THE ROOM nun!
Aber dafür musste ich was testen, ohne das Moé es weiss…
Am Abend kam Moé von seinen Job zu mir, er blickte mich fragend an als er ins Wohnzimmer kam und ich auf der Couch mit der Zeitung saß: “Wo warst du heute? Ich dachte du kommst einen Kaffee trinken.“, fragte er, recht neutral.
“Ich bin doch nicht verpflichtet zu kommen, stimmts?”, mein Blick mit derselben Neutralität, fixiert auf die Zeitung.
“Nein das nicht. Dennoch.”
“Dennoch was?”
“Nichts. Was gibt es heute zum Essen?”
“Hab schon gegessen.”
“Ist noch was übrig?”
“Nein aber du kannst dir ja was kochen.”
“Normal essen wir doch immer zusammen?”
“Ich weiss, aber du bist doch kein Kind mehr, stimmts?”
Dann hörte ich wie er seine Schuhe auszog endlich. In die Küche tappste, es dauerte auch keine paar Minuten bevor ich hörte wie er anscheinend etwas flambierte statt anbraten.
“Das bezahlst du mir alles.”, rief ich ihm zu und seufzte kurz, dann hörte ich Wasser rauschen.
Nach wenigen Minuten ertönte Moé seine Stimme hinter der Couch auf der ich mich befand: “Hasst du mich so sehr?”
“Ich hasse dich nicht.”, nickend bestätigte ich meine Aussage, zog meine Brille aus und versuchte nicht zu gestellt zu wirken.
“Was ist es dann? Du hast doch etwas vor. Das bist nicht du.”
“Ich habe immer etwas vor.”
“Willst du das ich endlich ausziehe?”
“Wie kommst du denn darauf?”
“Vor deinen Füßen liegt Bettwäsche, ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht du es bist der auf der Couch schläft.”
“Richtig.”
“Seit du aus den Koma erwacht bist…”
Moé seine Hände legten sich auf die Lehne: “Wenn du willst das ich gehe, gehe ich. Aber ich komme nicht mehr zurück.”
Nun faltete ich die Zeitung zusammen, stand auf und streckte meinen Arm aus: “Soll ich dich raus begleitet?”, Moé nickte, wie immer dieses Gesicht von jeglicher Emotion fern.
Wie früher.
Und er ging raus.
Es war grausam was ich getan hatte, ich hätte es noch grausamer gestalten können.
Aber es ging nicht.
Als ich in die Küche ging sah ich seinen Rucksack auf den Tisch liegen, er war offen und der Inhalt quer über diesen verteilt.
Zerrissene Papiere waren über den ganzen Boden verteilt, teils verbrannt, der Boden selbst stand einige Milimeter hoch unter Wasser.
Er hatte kein Essen flambiert.
Es war das Buch.
Ich Idiot hatte es vergessen zu verstecken.
Moé hat sein Buch entdeckt, seine Ideen seine lorbeeren sein Werk.
Unter den Namen seines Vaters.
Und ich hatte auch noch diesen tollen Moment ausgesucht ihn zu…
Natürlich kam er diese Nacht nicht mehr…
genauso wie erwartet.
Genau wie er gesagt hatte…
Er kam nicht mehr… er wird nicht mehr kommen.
Moé…
Es war wunderbar, bis ich “Face” gelesen hab T3T Ich mag das eigentlich gar nicht, in nem Fließtext auf einmal Englische Wörter zu lesen, wenn das deutsche mindestens genauso gut geht, und besser in den Textfluss passt u_u
Das mit der Bettwäsche versteh ich nicht xD Vor seinen Füßen liegt Bettwäsche, was hat das damit zu tun, dass er Moé rauswirft? @_@ Cielocchi is slightly confuuuused >=<
Ansonsten ist es toll Dx Es baut sich langsam auf, das gefällt mir <3 Und ist auch viel besser geschrieben als SM vom Stil her, viel weniger Fehler etc xD
Kommentar von Cielo — 29. April 2010 @ 20:23
auf der einen Seite kann ich raoul ja vrstehen… und es ist auch gut so, dass er sich ein schlectes gewissen macht!! -.-” sonst red ich ihm eins ein, der kerl hat das nämlcih verdient… und moé .. den könnte ich immernoch knuddeln… der ist ja so mega süß… ich meine.. er war schon die ganze zeit verliebt… und musste soviel durchmaen… und ausgerechnet jetzt muss raoul… obwohl der das ja ni wissen konnte… es ist kompliziert.. aber ich will meeeehr!!!! *.* sofort wenns geht!!! xDD
Kommentar von Liana — 30. April 2010 @ 19:18
Uh es wird immer spannender… Ich verstehe zwar noch nicht so ganz was Raoul vor hat, bin aber gespannt. Die Geschichte scheint sich langsam zu zu spitzen oder irre ich mich? Ich freue mich schon auf mehr^^
na dann Miyuki
Kommentar von Miyuki Himosomo — 30. April 2010 @ 19:36