Chapter 12: Die Wahrheit

Seit Moé gegangen ist sind nun sieben Stunden vergangen, es ist kurz vor Mitternacht.
Seit sieben Stunden läuft ein Lied in Endlosschleife.
Unglaublich.
Ich fühlte mich noch nie so lebend tot wie jetzt.

In dieser gottlosen und gedankenlosen Welt, hab ich keine Ahnung, wie Moé es geschafft hat all diese Stärke aufzubringen.
Im Ernst.
Als er die Türe hinter sich geschlossen hatte, fühlte es sich an als würde ich mich selber töten.
Stück für Stück.
Wie aus einer Sanduhr.
Verdammt!

Nur an meiner Armband Uhr erkenne ich das es erst 7 Stunden sind.
Habe die Türe weit geöffnet.
Warte darauf das ich einschlafe.
Muss in THE ROOM.
Nur so geht es.
Theorien muss man auch verwerfen können.

Punkt Mitternacht.
Nachbarn haben sich schon aufgeregt.
Musik ist ihnen zu laut.
Als sie meinen Blick sahen sind sie schnell wieder gegangen.
Warum wohl?
Sah ich so zornig aus, oder so tot?
Emotionaler durchbruch meines Lebens.

Haha.
Lustig.
Er ist es.
Raoul Bartholomew Dupont, 29 Jahre alt. Kunst und Literatur Professor auf der Tôdai. Schwarzweiss Denker.
Moé Tono, 19 Jahre alt. Ex Student aus der Tôdai. Sexsüchtiger Bastard.
Moé ist…

In diesen Moment verfällt alles in Monochromen Zustand.
Die Farbe blättert in meinen Wohnzimmer ab als würde man sie runterkratzen und verschwindet im nichts.
Wider erwarten.
Kann ich handeln.
Kann ich denken.
Aber ich will es nicht.
Die Türe ist offen und ich renne raus.
Tokyo leer.
Alles leer. Keine Insekten, keine Menschen. Keine Tiere oder gar Strom.
Ein Szenario wie frisch nach einen Krieg.
Fenster sind eingeschlagen, hier und da ein Blutfleck.

Ich weiss nicht wie lange ich in der Stadt umhergerannt bin, meine Beine schmerzten, alles fühlte sich an…
Als wäre mein Körper Taub.

Meine Theorie stimmte.
Ich hatte schon öfters die Türe aufgemacht, falls ich wieder in THE ROOM kommen sollte, und den Ausgang nicht finde.
Bis jetzt war die Türe danach immer geschlossen.

Das war weil mein eigener Zustand nie über den Hass die eigene Menschlichkeit von mir und von Moé.
Wir wollten von alles und jedem eine Ruhe.
Sogar vor unserem eigenen Gedanken.
Und jeh mehr ich die Ruhe vor meinen LEBEN wollte, desto stärker war THE ROOM.
Und an dem Tag, an dem ich mich mit Moé gestritten hatte.
An diesen Abend war ich…
…und deswegen das Koma…
Und…und…

Diese seltsame ausgeglichenheit über THE ROOM, warum ich dieses ETWAS nicht hassen konnte.
Es war nie etwas Bösartiges.

Auf den Boden wirbelte es Staub auf, immer mehr, raubte mir die Luft zum Atmen.
Stand mitten auf einer Kreuzung, welche Richtung nun?
Wo könnte Moé sein.
Wo würde jemand wie er sein…
Natürlich.

Und er war auch dort.
Im Kunstraum der Tôdai.
Er saß am Fenster, Beine angezogen, seine Hände waren verschnitten, dunkles Blut tropfte regelmäßig auf den Boden.
Es hatte etwas dramatisches, in dieser schwarzweissen Welt das Moé und ich in Farbe waren, und dann dieses Blut so heraus stach.
Bestimmt hatte Moé jedes dieser Schaufenster eingeschlagen, die Schule selbst sah auch nicht besser aus.
Alles verwüstet.
Wie lange Moé wohl in THE ROOM war?
Und wo sein Körper sich befindet?
Ich gehe mit kurzen und sehr langsamen Schritten auf ihm zu, wie erkläre ich ihm das alles?
Das ich ihn nur so verletzt hatte um mehr über dieses überirdische zu erfahren was für uns Alltag war?
Ich strecke meine Hand aus, berühre ihn sanft an der Schulter als ich plötzlich weggerissen werde.
Moé hatte mich nicht bemerkt.

Reisse meine Augen auf.
Ein streunender Kater der durch die offene Türe hineingekommen war hat mich aufgeweckt.
Draussen geht die Sonne auf.
Was nun?
Sobald Moé aufwacht wird alles was er angestellt hat in Realität umgewandelt sein.
All die eingeschlagenen Fenster. Zerkratzter Lack Autos.
Wie kann ich das nur wieder gerade biegen…

Ich stehe auf so das der Kater hinab springt, er schaut mich kurz ängstlich an dann rennt er aus den Haus.
Was soll ich nur tun.
Wie ist Moé in der Lage solange zu schlafen?
Meine Sommerjacke um die Schultern geworfen, in die Schuhe reingestiegen gehe ich nun zu der Tôdai.
Vielleicht ist Moé dort… nur vielleicht.

Verdammt.
Wie ich die Blicke dieser dummen Studenten hasse.
Sie tuscheln wild, gehen mir aus den Weg, haben Angst vor mir wie noch am ersten Tag.
Hehe.
Die gute alte Zeit.

Steten Schrittes finde ich zu den Clubraum, abgesperrt.
Ein Tritt löst das Problem. Wortwörtlich.
Nun haben sich ein paar neugierige mir angeschlossen, sie schauen in den Raum der ein Ex Professor gerade aufgetreten hat.
Und tatsächlich.
Moé lag in einer Ecke, unterm Fenster beim Heizkörper.
Selbst der Tritt die eine schwere Türe aus den Angeln riss hatte ihn nicht aufgeweckt.

Doch die Lösung wurde mir unter die Nase gerieben als ich mich zu ihn hinkniete und hochheb.

Bei den Göttern, kann mir irgendwer sagen wie Moé an sowas kommt… und vor allem… was dieses ’sowas’ ist.

Sie hängte noch mit der Spitze selbst in Moé ganz leicht, eine Spritze…


Kommentare (2) || Gepostet in Generell      





2 Kommentare

  1. Das ist so spannend >_< Ich hoffe nur Moé überlebt, sonst krieg ich einen Heulkrampf *sich eine träne wegwischt* Armer Moé, wie konnte er sich sowas nur antun? Q__Q

    Kommentar von Miyuki Himosomo — 3. Mai 2010 @ 14:07

  2. o.o
    moé wach auuuuuf!!! >_<
    das ist ja sooo böse… will weiterlesen!! TT__TT
    armer moé… und raoul muss auch ganz schön am boden sein… die armen…

    Kommentar von Liana — 3. Mai 2010 @ 14:21

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