Auf Moé seinen Handy konnte ich seine große Schwester anrufen, wie ich inzwischen erfahren hatte war sie lesbisch und wurde deshalb von ihren Vater verstoßen.
Nur drei Jahre jünger wie ich.
“Sie Idiot! Machen sie mir nie mehr solche Angst!”, keifte sie mich an während Moé auf ihrer Couch lag. Sie hatte sich die Spritze genauer angesehen und warf sie in den Müll.
“Mein kleiner Bruder hat Diabetes, das ist nur seine Insulin Spritze!”, erleichtert ließ ich mich in ihr Sofa sinken und reibte mir die Stirn.
“Wieso wacht Moé nicht auf dann, wieso?”, sie selbst sah nicht wirklich aus wie eine Frau, fast so groß wie ich, keine Brust, ausserdem sah sie aus als würde sie Steroide nehmen.
“Wir wissen nicht an was das liegt. Mein kleiner Bruder hatte das schon einmal.”, flüsterte sie und strich ihm seine Haare liebevoll aus den Gesicht.
Erschrocken blickte ich hoch, mein Gesicht ersparrte mir überflüssige Frage und sie meinte nur: “Kurz bevor er studieren musste, schlief er auch ohne aufzuwachen… irgendwann ist er von alleine aufgewacht.”
“Irgendwann? Ist in der Familie irgendetwas besonderes passiert?”
“Ich wurde von meinen Vater verbannt aus der Familie.”
“Du und Moé habt eine besondere Beziehung, ja?”
“Ja, wir Geschwister halten zusammen so gut es geht.”
“Verstehe. Und was ist passiert bevor er aufgewacht ist?”
“Meine Mutter hat uns erlaubt weiterhin Kontakt zu haben.”
Gott.
Die Lösung war offensichtlich.
Moé befand sich solange in THE ROOM bis seine Probleme sich aufgelöst haben.
…
Und er sagt er ist kein Kind mehr.
“Verstehe, bitte behalte Moé bei dir, ich muss nun einen Verlag besuchen gehen.”, dann stand ich auf, strich meine Kleidung zurecht und sah ihn noch ein letztes Mal an.
Nun stand auch seine große Schwester auf: “Ist es wegen dem Buch das mein Vater veröffentlicht hat, obwohl es Moé geschrieben hat?”, sie fing an zu lachen als sie meine Reaktion sah.
“Woher..?”, ich blinzelte ein paar Mal, dann begann sie zu erzählen…
Eine Woche ist seit diesen Tag vergangen.
Durch Tricks, viele Lügen und teuflischer Hinterlist… Ok und der Hilfe von Moé seiner älteren Schwester konnte ich den schlafenden Satansbraten durch das Terminal bringen, in das Flugzeug und auch wieder hinaus.
Ich weiss nicht ob es Glück war, oder vielleicht sogar die berechnung von jemanden, das die Freundin seiner Schwester hier arbeitete, aber es erleichterte eine Menge.
Und nun saß ich in einen Taxi. In Kreta. Der Rollstuhl mit dem ich Moé transportiert hatte ließ ich einfach am Gehsteig stehen.
“Du darfst aufwachen Moé.”, sprach ich grinsend, sah aus den Fenster und ignorierte den Blick des Taxifahrers wie ich mit den ‘Komatösen’ kleinen Bruder sprach der an mich gelehnt war.
“Ich hab einmal, ohne dich zu fragen einer deiner Texte den Studenten meines Seminars gegeben… ihnen zum interpretieren… als sie das Buch gelesen haben. Haben sie deinen Vater verpetzt.
Ich nehm alles zurück. Sie sind nicht dumm.”, ich strich mir über mein Kinn, langsam hatte ich stoppeln.
Kam in letzter Zeit einfach nicht dazu mich zu rasieren, dann korrigierte ich mich: “Sie sind immernoch Strohdumm. Aber sie haben ihr Herz am rechten Fleck. Ich bin stolz das ich sie unterichten durfte.”, Moé reagierte immernoch nicht.
Dabei hab ich mit der Nachricht gewartet bis wir weit genug weg von Tokyo sind: “Übrigens befindest du dich gerade in Kreta. Weit weg von deinen Vater und deiner Mutter…”, immernoch keine Reaktion.
Noch zwei Stunden bis wir von der Autobahn weg und in der Stadt angelangt sind.
Ich war mir so sicher.
Wirklich. So sicher das Moé aufwachen würde wenn…
Dann fielen mir die Worte ein von diesen Student damals:
“Aber er wird verzweifelter je eher er merkt das er von dieser Person gehasst wird, immerhin hasst sein Lehrer ja seine dummen Schüler und er ist nicht dafür bekannt gute Noten zu haben, das ist wieder daraufhin zurückzuführen das ihm die Fächer die er macht nicht interessieren und so ist jegliche Mühe umsonst seinen Lehrer näher zu kommen.”
Auch unser Streit damals als wir uns verirrt hatten:
“DU HAST DOCH NUR AUF MICH GEWARTET WEIL ICH DIE JACKE GEHOLT HABE!”
Und zuletzt…
“Wo warst du heute? Ich dachte du kommst einen Kaffee trinken.“
Leise flüsterte ich in sein Ohr: “Lass dir Zeit, Moé. Ich werde auf dich warten. Und dann trinken wir ein Kaffee, auf meine Kosten.”, doch auch jetzt reagiert er nicht.
Ich gab ihn ein Kuss auf die Lippen, ganz sanft, ohne Zunge.
Ein Grinsen zierte Moé sein Gesicht: “Wenn ich mich länger schlafend stelle hast du dann Sex mit mir?”, ein erschrockener Laut und ich stoß ihn weg von mir: “Wie lange bist du schon wach?!”, eine Hand auf meine Brust erschrocken gelegt, dann zwinkerte ich ein paar mal: “Momentmal… DESWEGEN warst du schon vor mir in Flugzeug, und deswegen konnten sie dich… und du… du Bastard warst schon bevor wir losgeflogen sind wach. Stimmts?”
Er nickte, dann begann er zu lachen: “Ich bin wach seit meine Schwester dir es erzählt hat was meine Seminarkollegen getan haben.”, er wedelte mit seiner Hand wild als wolle er die Bosheit die gerade von ihm ausging wegschütteln: “Meine Schwester und ihre Freundin haben dann alles geplant mit mir, damit du es nicht mitbekommst.”
“Ihr seit alle nicht mehr ganz bei Trost, ich hatte schon Sorge um dich weil du während du schläfst weder trinkst noch isst!!”, keifte ich.
Moé nahm meine Hand und blickte einfach aus den Fenster, lächelnd und so schwiegen wir.
Nach einer Stunde schweigen drehte sich Moé zu mir: “Du hast mich auf einen Kaffee eingeladen, ich kenne eine tolle Pizzeria auf den Weg zu meinen Onkel.”, ich nickte und dachte über alles nach während ich seine Hand streichelte.
Dieser Monochrome Raum, ist ein Schutzbunker von Moé seiner Seele. Und dennoch bleibt eine Frage ungeklärt.
Wieso konnte ich auch in diesen Schutzbunker? Moé selbst kannte mich doch erst seit er studierte.
Und ich selber konnte diesen Raum schon seit fünf Jahren betreten. Seit ich also fertig studiert hatte.
Dennoch ist es nicht zu verleumden dass Moé sein Dreh und Wendepunkt war.
“Wenn du aufwachst, dann materialisiert sich doch alles in der Realität was du gemacht hast… als ich das letzte mal in THE ROOM war… hast du lauter Autoscheiben eingeschlagen und zerkratzt… ist dass als du aufgewacht bist..?”, fragte ich leise.
Moé zuckte die Schultern: “Weiss nicht.”, dann schwiegen wir wieder.
Hieleten einfach Händchen und sahen aus den jeweiligen Fenster raus.
Als wir von der Autobahn in die Stadt kamen, erklärte Moé wo der Taxifahrer hinmusste zu dem Restaurant.
“Vergiss ihm nicht zu erklären wo du hinmusst damit du mit deinen Gepäck auch wirklich bei deinen Onkel hinkommst.”, grinste ich und wir warteten auf die Pizza und den Kaffee.
Wir saßen an einen Tisch draussen, der Taxifahrer saß selbst im Restaurant wartend und trank derweil was.
“Von hier aus kann ich zu Fuß gehen. Mein Onkel lebt etwas abgeschotten von der Stadt, mit den Auto kommt man da nicht hin.”, grinste er und wir beide sprachen immer noch japanisch.
Ich schmunzelte: “Dein Griechisch ist übrigens grauenhaft.”, und dann kam unsere Pizza Tonno.
“Bitte übergib dich diesmal nicht auf der Pizza.”, murmelte Moé und rollte ein Pizzastück für mich zusammen.
Der Käse der am Rand hinauslief biss er erneut ab und reichte ihn mir: “Los gehts.”, während ich versuchte die Pizza in zwei Bissen hinunterzuschlingen trommelte Moé auf den Tisch und feuerte mich an.
Lachend.
Die Sonne prallte hinab, selbst im Schatten lief uns der kalte Schweiss den Rücken hinunter, und während ich hustete und Moé die Pizza unter meiner Nase wegzog.
“Daran musst du noch arbeiten.”, schelmisches grinsen seinerseits.
Versuchte diesen wunderschönen Moment solange hinauszuzögern wie es nur ging.
Denn dann werden sich unsere Wege trennen.
Es gibt etwas das ich dringend sagen muss und Dinge die getan werden müssen.
Moé selbst schien es auch hinauszuzögern, mein und sein Kaffee war inzwischen kalt, die Sonne ging langsam unter und der Wind trug den Duft des Meeres zu uns.
Es wurde bezahlt und wir beide standen auf, nannten uns synchron beim Namen, dann strichen wir uns ebenfalls synchron durch die Haare.
Schienen beide genervt von der Situation, schenkten uns dann unser bestes teuflisches Grinsen und Moé nahm seinen Koffer.
“Mach es gut, Raoul.”, dann ging er los.
Prägte mir seine Gestick, sein Aussehen ganz genau ein.
“Hey! Moé?”, rief ich ihm hinterher, meinen Arm abgestützt auf den Dach des Taxis, die Türe offen. Er drehte sich um und sah mich fragend an.
“Deine Schwester nannte dich immer nur ‘Mein kleiner Bruder’, deswegen… wie heisst du wirklich?”, schiebte meine Brille zurecht, der Wind zersauste mein und sein Haar.
Nach einigen Sekunden lächelte er: “Ich heisse Moé.”, rief er, dann drehte er sich um und rollte seinen Koffer über den unebenen gepflasterten Boden durch die Fußgängerzone.
Ich stieg ins Auto ein, der Taxifahrer fuhr los in Richtung meiner Eltern und meinen kleinen Bruder, während ich aus den Fenster sah und noch Moé beobachtete wie er gemütlich lief… und dann flüsterte: “Lügner.”
Raoul Bartholomew Dupont, 29 Jahre alt. Aufgewachsen in Tokyo. Familie lebt in Kreta.
Diese Erinnerung ist Bittersüß, und zerbricht mein Herz. Diese Liebe ist so intensiv… schmerzhaft.
Dies ist meine kostbare und süße Erinnerung an meiner ersten Liebe…
• -FIN- •
Es IST das beste Ending ever ;__;
Aah, ich liebe das Ende ;A; Es ist so bittersüß =<
Und außerdem ist am Ende Moé der Erzähler, obwohl es vorher immer Raoul war…das hat was u_u
Wenn TSR ein Roman wäre, dann…! ;_;
Jedenfalls bin ich irgendwie traurig, dass es vorbei ist ._. Aber das geht mir immer so, wenn eine tolle Geschichte zu Ende geht ;3; Jetzt will ich Moés Hintergrundstory hören >=>
Kommentar von Cielo — 9. Mai 2010 @ 13:10
WAAAAS?!?!
bitte tally sag mir nicht, dass das das ende war!!! TT__TT das kann doch cniht schon das ende sein?! ich felnn hier schon und kann endlich wieder schreiben.. aber bitte sag mir nicht dass das das ende war!!!
die story ist sooo schön.. aber bitte lass sie sich später wieder treffen oder so .. kannst es ja amchen, dass moé dann unter richtigem namen lebt und die rst ni wissen.. doer raoul erst ni weiß dass er es ist oder so .. aber bitte lass es nicht das ende sein!! das überleb ich nciht!!! und du willst doch nciht, dass ich sterbe oder????
Kommentar von Liana — 9. Mai 2010 @ 13:20
@Liana: Nein das will ich nicht das du stirbst x”DDD
Aber doch das ist das Ende ;_; ~
Es freut mich das es gut angekommen ist ;//___;
@Cielo: HA! xD Ich bin der Ending Master… spaß =’D
Wenn TSR n Roman wäre… dann müsste ich Buchstabengröße 18 nehmen damites wenigstens ein bisschen Dicke bekommt x”D ~
Ich bin auch traurig ;3; Moé und Raoul ftw. TT_TT
Kommentar von admin — 9. Mai 2010 @ 17:51
Myooo~~ =< Wenigstens weiß ich, was später mal aus Moé wird! 8D *SHOT* x,DDDD Aber nein, das als voller Roman mit noch mehr Details zu lesen wäre toll~ xD
Kommentar von Cielo — 9. Mai 2010 @ 17:58
dann schreib weiter.. oder lass mich weiterschreiben.. xDDD
nein ehrlich .. bitte.. ich sterb schon weil mein leben grade auf dem nullpunkt ist und jetzt das noch… ich überleb das nicht…
Kommentar von Liana — 9. Mai 2010 @ 18:54
Das ist das Ende o_ô Ich will noch nicht das es endet und erst recht nicht so! Da sind noch SO viele ungeklärte Fragen und und Liana hat Recht. Die sollen sich noch mal treffen und dann zusammen kommen, die sind von allen deinen OCs mein Lieblingspaar!!!
Kommentar von Miyuki Himosomo — 9. Mai 2010 @ 19:17
@Liana:
Klar =’D schreib ne Fanfic <3…
OMG DAS WÄRS |////////////D ich würde sterben D//x
So spaß beiseite u//_u
Nix nullpunkt es geht immer noch tiefer 8D *weiss von was sie redet*
@Miyuki:
Moé und Raoul MUSS man lieben ;_; die beiden sind so tollig ~
@Cielo:
ES GIBT NICHTS WAS DU NICHT WEISST! ='D bis auf Moés wahren Namen… *lach*
Kommentar von admin — 9. Mai 2010 @ 19:53
da mussu mri aber moés richtigen namen verraten!! sonst kann ich da ni weiter schreiben!! ^.~
ich muss nur di ebeiden sehen und mir wird ganz mulig vor trauer… miemiemie…
Kommentar von Liana — 10. Mai 2010 @ 07:57
Tally-chama, du hast dir doch hoffentlich einen Namen für Moé überlegt und sagst das nicht nur, um nicht in Verlegenheit zu kommen! u___u xDDDD
Spaß beiseite >=> Dogs Namen verrat ich ja auch nicht~ damit kann ich leben xD
Kommentar von Cielo — 10. Mai 2010 @ 18:29